
Niederschelden, 19.02.2012 01:45 Uhr
Allenthalben gefordert ist eine gute Kompetenz der Schüler in den so genannten MINT-Fächern (Mathematik, Informationstechnik, Naturwissenschaften, Technik). Voraussetzung für gute Lehr-und Lernleistungen ist jedoch eine entsprechende, zeitgemäße Ausstattung der schulischen Räumlichkeiten.
In dieser Hinsicht hat das städtische Gymnasium Auf der Morgenröthe einen großen Schritt in die richtige Richtung getan und in der Region zuletzt Maßstäbe gesetzt.
Nachdem im Dezember an der Schule bereits die zdi-Lernwerkstatt (zdi = Gemeinschaftsoffensive "Zukunft durch Innovation.NRW" des Wissenschaftsministeriums) eröffnet werden konnte, befindet sich nun auch der Chemieübungsraum auf dem allerneuesten Stand. Im Zuge der notwendigen Modernisierung unter Sicherheitsaspekten wurde der Raum komplett saniert und neu eingerichtet.
Bürgermeister Steffen Mues machte sich jetzt selbst ein Bild der durchgeführten Arbeiten beziehungsweise der neuen Ausstattung und schaute den Schülern der Klasse 7b bei verschiedenen Versuchsaufbauten interessiert über die Schulter.
Rekapituliert wurde bei dieser Gelegenheit auch kurz die Historie der Verwandlung: Nach dem Abriss der alten Einrichtung mit "herkömmlichen", bodenständigen Versuchstischen, wurde ein oberfluriges, das heißt Decken gebundenes, Versorgungssystem installiert. Den großen Vorteil von Letzterem: Indem Gas und Strom für die Versuche von oben kommen, haben Lehrer und Schüler unten im Raum viel mehr Platz, zum Beispiel für Gruppen- oder Projektarbeit.
Für optimale Arbeitsbedingungen sorgt die integrierte Beleuchtung mit Tageslichtsensor; für beste Lernleistungen 36 mobile Schülerübungsplätze.
Auch die neue Tafelanlage ist auf dem aktuellsten Stand der Technik, verfügt sie doch über ein interaktives Board (Smartboard) mit berührungsintensiver Oberfläche, die mit dem Finger oder dem Stift bedienbar ist, einen Ultra-Nah-Distanzbeamer und Lautsprecher. An diese Technikeinheit sind PC oder Laptop, aber auch Handy und diverse weitere gebräuchliche Datenträger anschließbar. Abgerundet wurde das Ganze durch frisch gestrichene Wände, neu lackierte Heizkörper und einen neuen Boden. Die Kosten für die Maßnahme lagen bei rund 120.000 Euro.
Wie Schulleiter Wolfgang Kempf ausführte, soll der neue Chemieraum wie schon die zdi-Lernwerkstatt eine möglichst große Wirkung entfalten, indem vor allem Grundschulen die idealen Bedingungen nutzen, um schon die Kleinen für Naturwissenschaften zu begeistern, ganz im Sinne der 2010 gegründeten Regionalinitiative MINT Siegen-Wittgenstein.
Wichtige Unterstützung bei diesem Vorhaben erhält Kempf dabei von Chemiesammlungsleiter Heinz Munder. Der Experte freut sich insbesondere über einen Aspekt der Komplett-Sanierung: "Das Decken gestützte System eröffnet zusammen mit der variablen Anordnung der Tische und den Internetanschlüssen sowie dem Smartboard ganz neue Möglichkeiten im Unterricht. Die Schülerinnen und Schüler können dadurch selbstständiger experimentieren, ihre Ergebnisse kommunizieren und sofort dokumentieren."
Für Begeisterung und Motivation sorge auch die Möglichkeit, Informationen aus dem Internet zu verwenden und interaktive Lernprogramme zu nutzen.
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