
Siegerland, 26.05.2011 11:21 Uhr
Es braucht Verrückte, um verrückte Ideen umzusetzen. Ingo Janson ist verrückt. Mit Sicherheit. Wie sonst käme man auf die Idee, den Bismarckplatz in Weidenau ein ganzes Wochenende sperren zu lassen, dort eine professionelle Kartrennbahn aufzubauen, wo sich anschließend überwiegend Amateure in halsbrecherischem Tempo duellieren sollen?
Ein Kart-Rennen mitten in der Stadt. Mitten im Siegerland, wo man nie so genau weiß, wie die Bevölkerung auf solche Experimente reagiert. Wo in Sachen Wetter eigentlich nur sicher ist, dass nichts sicher ist.
Veranstalter Ingo Janson ist also definitiv verrückt, das steht fest. Und die 20 Teams mit ihren rund 200 Fahrern, die am vergangenen Wochenende beim „CityKart Siegen“ am Start waren, müssen es auch irgendwie sein. Denn auch sie ließen sich für – zugegeben – recht viel Geld auf eine Sache sein, die im Vorfeld eigentlich nur recht vage definiert war. Kaum jemand konnte sich vorstellen, wie das jetzt genau ablaufen soll. Viele haben am Wochenende zum ersten mal in ihrem Leben überhaupt in einem Kart gesessen.
Aber: Von einigen „Kinderkrankheiten“, die bei einer Premiere eines solchen Events völlig normal sind, abgesehen, hat alles bestens funktioniert. Die Teams, egal ob „Profis“ oder „Amateure“, waren mit viel Energie, Spaß und Ehrgeiz dabei. Bis auf eine kurze, aber heftige Regenpause am Sonntag passte sogar das Wetter. CityKart Siegen – eine sensationelle Sache war das. Verrückt.
Tim Plachner
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