Weidenau, 18.07.2010 01:45 Uhr (Anke Bruch a.bruch@siegerlandk)
Dass nach den Herbstferien die Schüler des Fürst-Johann-Moritz-Gymnasiums (FJMG) im Lichthof ihr Mittagessen zu sich nehmen können, haben sie irgendwie auch ihrem Hausmeister Thomas Röcher zu verdanken. Er hatte die Idee, den Lichthof zu überdachen, um den notwendigen Platz für eine Mensa zu schaffen.
Mit dem ersten Ferientag haben die Bauarbeiten am FJMG begonnen. Bauleiter Jörg Heide stellte am Freitag in Anwesenheit des Bürgermeisters, der neuen Schuldezernentin Babette Bammann sowie Vertretern der Siegener Ratsfraktionen die Sanierungsmaßnahme vor.
Der verkürzte Bildungsgang G8 machte den Umbau dringend erforderlich. Immer mehr Unterricht wird auf den Nachmittag verlegt, so dass die Schüler auch über Mittag angemessen versorgt werden müssen. "Das Konjunkturpaket II kam uns da gerade recht, da wir so zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen können", so Steffen Mues. So wird zum einen der naturwissenschaftliche Trakt energetisch saniert und gleichzeitig die dringend notwendige Mensa geschaffen.
Zunächst wird der Lichthof überdacht und die jetzt noch vorhandenen Wände werden zurückgebaut, so dass ein geschlossener Gebäudekomplex entsteht. Dort, wo jetzt noch Pflanzen und Bäume stehen, werden nach den Herbstferien Nudeln und Salat gegessen. Im jetzigen angrenzenden Mehrzweckraum entstehen Küche und Ausgabestelle. Außerdem werden alle Flächen der einfach verglasten Fassade ? das sind rund 590 Quadratmeter ? durch hochdämmendes Mauerwerk ersetzt. Für die Wärmezufuhr im Winter wird ein Holzpellet-Heizkessel eingebaut.
Auch das Thema Brandschutz wurde komplett neu erarbeitet. Neben dem Einbau einer Brandmeldeanlage wird auch ein aufwändiges Entrauchungskonzept umgesetzt. Rektor Rüdiger Käuser freute sich, dass es nun endlich los geht und aus seiner Sicht ist das jetzige Baukonzept das absolute Optimum. "Was mich sehr freut, ist die Tatsache, dass wir mit dem Umbau endlich eine geschlossene Versammlungsfläche bekommen, auf der rund 400 Personen Platz finden", so Käuser abschließend.
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