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Pädagogik in der Manege

Bigge, 03.09.2008 09:45 Uhr (Claudia Metten)

Integration lautete das Ziel der St. Martinus-Grundschule in Bigge und der Schule an der Ruhraue. Gemeinsam mit dem Zirkus Trumpf wurde am Wochenende das einwöchige Zirkusprojekt einem begeisterten Publikum vorgestellt. In drei ausverkauften Vorstellungen zeigten die 420 Schüler und Schülerinnen beider Schulen jeweils drei Stunden lang, was sie in der einen Woche gelernt haben.

"Von Montag bis Freitag wurde täglich fünf Stunden lang geprobt, jeden Morgen wurde zusammen in der Manege gesungen. Das Wir-Gefühl der Kinder ist dadurch untereinander enorm gestärkt worden, Berührungsängste behinderten Kindern gegenüber gingen sehr schnell verloren", so Dieter Groppel, Lehrer der St. Martinus-Grundschule in Bigge. "Wir Lehrer sind von dem Projekt selbst total begeistert. Alle Kinder wurden gleichermaßen mit einbezogen, die Zusammenarbeit zwischen beiden Schulen und dem Zirkus Trumpf funktionierte hervorragend." Akrobatik, Geschicklichkeit, Mut und Vertrauen waren in einem hohen Maß von den jungen Akteuren tagelang gefordert. In der Manege zeigten die jungen Stars dann ihr Können. Akrobatik, lustige Clownspäße, chinesische Glasbalance, Ziegendressur, Seilakrobatik und abwechslungsreiche Zaubertricks lösten Beifallsstürme beim Publikum aus.

Auch die Artisten hatten Spaß

Zirkusdirektorin Bichlmaier führte gemeinsam mit "ihren Helfern" durch das vielfältige Programm. Spannend wurde es ganz besonders bei der Feuerartistik. Talent und Konzentration war jetzt gefordert, doch die Schüler bewiesen ihr Können. Rembert Busch, Leiter der Schule an der Ruhraue, war begeistert: "Schon in der Probewoche waren alle hoch motiviert. Die Kinder haben in dieser Zeit sehr viel gelernt, der körperliche Aspekt wurde ganz großgeschrieben. Wir haben Kinder dabei, die gleichzeitig fünf Hula-Hupp-Reifen um ihre Hüften drehen lassen können. Es war einfach nur toll." Aber nicht nur bei Lehrern, Schülern und dem Publikum kam das Gemeinschaftsprojekt gut an.

Dennis Perez-Prieto vom Zirkus Trumpf meinte nach der Vorstellung nur: "Eine tolle Sache. Es hat uns mindestens genauso viel Spaß gemacht wie den Kindern. Selbst wir lernen immer wieder etwas dazu. Die Integration behinderter Kinder liegt uns dabei besonders am Herzen. Wir haben ihnen einmal etwas gezeigt und schon klappte es bei fast allen."

Mit jeweils 500 Euro gesponsert wurde das 8000 Euro teure Zirkusprojekt von den Fördervereinen beider Schulen, von der RWE, von Volksbank und Sparkasse und vom Rewe-Markt Olsberg.

 

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