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Zusammenlegung der Schulen: Rat für Schließung in Lenhausen

Sauerland, 02.02.2007 16:08 Uhr (gb)

Finnentrop. (gb)
Wichtige Entscheidungen wurden bei der vergangenen Ratssitzung der Gemeinde Finnentrop getroffen.

Überarbeitetes Mobilfunkkonzept in Finnentrop verabschiedet

Nach einer Gedenkminute für den verstorbenen Erwin Oberkalkofen berichtete Revierförster Joachim Schnier von den Schäden, die „Kyrill“ in Finnentrop angerichtet hat. Von den betroffenen 1,5 Millionen Festmetern im Kreis Olpe entfallen etwa 250.000 Festmeter auf die Gemeinde Finnentrop, im Gemeindewald liegen nochmals 4000 Festmeter.

20 Prozent der gesamten Fichtenflächen sind zerstört, die Kosten belaufen sich auf geschätzte eine Viertel Million Euro.

„Die nächsten sechs, sieben Jahren entfällt die Ernte im Wald“, zeichnete der Förster ein düsteres Bild. Nachdem die Straßen geräumt seien, werden nun die Waldwege freigeräumt.
Angesichts des immensen Gefährdungspotentials von hängenden Kronen und nachbrechenden Bäumen appellierte auch Joachim Schnier an die Bevölkerung, aus den Wäldern zu bleiben.

Nach einem parteiübergreifenden Lob an Kämmerer Ludger Müller („Immenser Kraftakt“) wurde der erste NKF-Haushalt bei Enthaltungen seitens der UWG, die bemängelte, dass keine Eröffnungsbilanz vorgelegen hätte, verabschiedet. So wird nun auch die Gemeinde Finnentrop finanztechnisch wie ein Konzern geführt.

Keine leichte Entscheidung war die der kommenden Schulorganisation der katholischen Grundschulen Lenhausen und Rönkhausen. Ratsmitglied Alexandra Pfeiffer sprach Tacheles: „Jetzt sind wir an einem Punkt, wo Kommunalpolitik keinen Spaß mehr macht. Wenn wir heute Abend eine Entscheidung gefällt haben, muss die Diskussion auch beendet sein. Wir dürfen uns nicht zerfleischen, ab Sommer müssen wir zusammen an einer Schule arbeiten.“ Und es wird die in Rönkhausen sein.

In geheimer Abstimmung waren 22 für Rönkhausen, nur zehn für Lenhausen. Mit dem Ende des laufenden Schuljahres wird somit die Grundschule Lenhausen aufgelöst. „Bin fast vom Glauben abgefallen“

Beschlossene Sache ist nun auch das Mobilfunkkonzept der Gemeinde, das nach Überarbeitung nun eine interfraktionelle Lösung darstellt. Torsten Tillmann von der SPD stellte die erarbeiteten Leitlinien (siehe nebenstehenden Artikel) kurz vor, wobei er zugeben musste, dass er beim Anblick des ersten 68-seitigen Konzeptes „fast vom Glauben abgefallen“ sei.

Er musste auch ehrlich zugeben, dass das jetzige Mobilfunkkonzept ein „Kompromiss auf niedrigem Niveau“ darstelle.

Schien es bis dahin noch eine harmonische Ratssitzung zu sein, war es mit dem Hinweis des Bürgermeisters, aus verwaltungsökonomischer Erwägung auf eine Beantwortung eines Fragenkataloges der (teilweise anwesenden) Bürgerinitiative zu verzichten, spätestens bei der Bürgerfragestunde vorbei.

Kurzer Prozess wurde mit einer Anwendung seitens der BI „Bahnhof Finnentrop“ gemacht, die gefordert hatte, 500.000 Euro aus dem Haushalt statt für die Verlegung des Busbahnhofs für die Renovierung des alten Empfangsgebäudes zu verwenden. Abgelehnt wurde die Anwendung, weil eine BI weder unter dem Begriff „Einwohner“ noch unter dem begriff „Abgabepflichtige“ fällt.

Der Stand beim Projekt „Bahnhofsgelände“ ist nun soweit, dass drei ernsthafte Investoren in Frage kommen, die nun bis zur 16/17. KW zur konkreten Bearbeitung aufgefordert werden.

 

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