Sauerland, 01.02.2007 13:01 Uhr (jti)
Kreis. (SK)
Das von Landesumweltminister Eckhard Uhlenberg eingerichtet Call-Center zur Koordination der Maßnahmen zur Sturmschädenbeseitigung stößt beim Bund Deutscher Forstleute (BDF) auf scharfe Kritik.

Das Minister Uhlenberg eingerichtete Call-Center erhält nicht überall Zustimmung. Foto: MUNLV
„In dieser Situation sind keine Reformdebatten zu führen, sondern alle Kräfte und Motivation der Mitarbeiter auf den Wald und die Beseitigung der Sturmschäden zu konzentrieren“, begründet Dierdorf seine Forderung nach Aussetzen der Forstreform.
Bereits in den Tagen nach Kyrill hätten sich die Menschen an ihre Forstdienststelle vor Ort gewandt, um Rat und Hilfe zu erhalten. „In dieser Situation käme wohl niemand auf die Idee, ein Call-Center vergleichbar mit dem Service-Center von Telefonanbietern zu kontaktieren“, so Dierdorf. Kritisch sieht der BDF Vorsitzende auch die von Minister Uhlenberg zugesagten Hilfen des Landes.
Für die Landesbürgschaften stehe noch die Zustimmung des Finanzministers aus und für die in Aussicht gestellten Steuererleichterungen benötige Eckhard Uhlenberg die Zusage des Bundesfinanzministers. So blieben lediglich die acht Millionen Euro Fördermittel aus dem Etat des Umweltministeriums.
Die seien lediglich ein Tropfen auf dem heißen Stein. Bernhard Diedorf: „Auf 25 Millionen umgestürzte Bäume fallen 32 Cent pro Baum. Damit ist keine wirksame Schadensbewältigung zu machen. Da hat Baden Württemberg nach dem Orkan Lothar tiefer in die Staatskasse gegriffen und 50 Millionen Euro zur Schadenbewältigung zur Verfügung gestellt.“
» Zur Startseite von SauerlandKurier Die große Wochenzeitung im Sauerland