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Erneuerung von Osten her

Kreuztal, 03.12.2006 00:00 Uhr (SK )

"Treff" soll umziehen: Stadtteilbüro Fritz-Erler-Siedlung vor großen Aufgaben

Kreuztal. (SK)
Mitglieder der SPD Ratsfraktion Kreuztal besuchten kürzlich das seit April des Jahres eingerichtete Stadtteilbüro in der Fritz-Erler-Siedlung. Dort ließen sie sich von der Leiterin Helga Beckmann über die aktuelle Arbeit und die Planungen berichten. Das Stadtteilbüro wurde durch die Stadt Kreuztal, die AWo und die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) im Frühjahr ins Leben gerufen. Ziel ist es, in enger Zusammenarbeit mit den Bewohnern der Siedlung das Wohnumfeld und die Lebensqualität zu verbessern und die Siedlung, den größten Siedlungsschwerpunkt Kreuztals, zukünftig attraktiver zu gestalten.
Finanziell unterstützt wird die Arbeit in der Siedlung und an anderen Orten Kreuztals durch das Förderprogramm des Landes NRW "Stadtumbau West". Das Büro, derzeit untergebracht in zwei Wohnungen im ersten Stock des Hauses Eggersten Ring 18, bietet momentan ein Bürgerfrühstück, Sozialberatung, Frauen- und Seniorengruppen, Sprachförderung, Lernhilfen für Kinder, Nachbarschaftstreffs und einen Kleiderladen an. Eine Qualifizierungsmaßnahme für haushaltsnahe Dienstleistung, Angebote für junge Mädchen und die Verbesserung der Nahversorgung sind in Zusammenarbeit mit anderen Trägern in der Planung.
Helga Beckmann erläuterte, dass unsere Gesellschaft immer weniger, älter und bunter wird. In einer großen Siedlung lässt sich diese Entwicklung deutlich feststellen. Zusammen mit einem Modernisierungsstau erzeugt dies Handlungsdruck. Daher ist ein umfangreiches Konzept entwickelt worden, dass mit seinen Schwerpunkten altersgerechtes, familiengerechtes und höher wertiges Wohnen in die richtige Richtung weist. "Die Siedlung soll von Osten her erneuert werden", so Beckmann. Dringend notwendig aber ist im ersten Schritt der Bau eines Nachbarschaftstreffs an einem attraktiveren Standort, um Raum für die vielfältigen Aktivitäten zu schaffen.
Die baulichen Vorplanungen sind in zwei Alternativen erfolgt und warten auf eine Entscheidung, denn der Eigentümer, die LEG muss trotz der Fördermittel, die die Stadt erhält, viel Geld in die Hand nehmen.
Und genau da setzen die Sorgen der Siedlungsbewohner und der SPD-Kommunalpolitiker an, die auch Bürgermeister Biermann (CDU) dem Land gegenüber teilt. Das Land will nämlich die LEG verkaufen. Die SPD-Politiker sagten nach dem langen und informativen Gedankenaustausch dem Stadtteilbüro ihre Unterstützung in der Zukunft zu.

 

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